VINYL Betörende Melange

von Redaktion

Hervorragend (((((

Der einzige und tatsächlich nur theoretische Minuspunkt dieses Doppelalbums: Die Scheiben laufen so faszinierend angenehm in allen möglichen Lautstärkevariationen, dass man über diese betörende Melange aus Jazz, Soul, Rap und Turntablism fast ihren Inhalt vergessen könnte. Das mag auch Robert Glasper aufgefallen sein, als er sich den dritten Teil seiner „Black Radio“-Reihe angehört hat. Vorsichtshalber hat er ein gesprochenes Intro vorangestellt, das sein Werk klar einordnet. Wie die Vorgänger von 2012 und 2013 beschäftigt es sich mit einem leider ewig aktuellen Thema: der frustrierenden Situation von Afroamerikanern. Es feiert aber auch ihren Widerstand, ihre Lebensfreude und ihre Liebe zur eigenen Kultur. „Black Radio III“ erinnert an Gurus Jazzmatazz, schlägt aber einen weiteren Bogen näher hin in Richtung Jazz. cu

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