Walter Storms hatte noch nie Berührungsängste. Der Galerist, der 1977 sein Unternehmen an der Münchner Kaulbachstraße eröffnete, später nach Bogenhausen umzog und eine große Ausstellungshalle in der Maxvorstadt erwarb, lässt sich deshalb natürlich auch nicht die ART Dubai entgehen. „Manchmal musst du in die Ferne reisen, um Leuten aus der Heimat Kunst zu verkaufen“, erzählt er gut gelaunt, als wir ihn und Caro Jost auf ihrem Messestand in Dubai treffen. Hat er ja schon alles erlebt: Da stellt man Werke in Miami aus – und ein Sammler aus Stuttgart schlägt zu. Weil Kunst universal funktioniert.
Darauf setzt auch Marcus Trautner. Im März 2020, ausgerechnet!, zog er mit seiner damals erst drei Jahre jungen Galerie Heldenreizer in beste Lage um, genau gegenüber das Museum Brandhorst. Hat Corona ihnen nicht das Genick gebrochen? „Im Gegenteil“, erzählt Trautner, der als weiterer Münchner ebenfalls in Dubai um neue Kundschaft wirbt. „Unsere Sammler waren uns unheimlich treu.“ Auch er hat gemerkt, dass viele in Zeiten der Pandemie Halt in der Kunst fanden. Nicht nur in München, weltweit. Ohne Berührungsängste. kjk