Es ist die auf den Punkt eingesetzte Musik, die diesem Dokumentarfilm die eindrucksstarke Stimmung verleiht: mal intensiv und kraftvoll, mal zurückhaltend, wenn nötig. Zu Recht wurde Komponist Alva Noto für die Filmmusik zu „Mein gestohlenes Land“ mit dem Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis 2022 ausgezeichnet. Die Dokumentation erzählt aus der jüngsten Geschichte Ecuadors. Wie das Land unter Präsident Rafael Correa in die Hände Chinas geriet, wie chinesische Investoren immer mehr Kontrolle über die Ressourcen des Landes gewonnen haben und wie sich Journalisten und die indigene Landbevölkerung zu wehren versuchen. „Wir wurden erobert – noch einmal“, sagt Paúl Jarrin, und er wird alles tun, um für sein Land und dessen Zukunft zu kämpfen, auch wenn es ein Kampf wie der von David gegen Goliath ist. Regisseur Marc Wiese begleitet ihn in eindrücklichen Bildern und mit großer Nähe zu den Protagonisten. (Vorführungen: Deutsches Theater, 8. Mai, 20 Uhr; Amerikahaus, 12. Mai, 20 Uhr. Und online bis 22. Mai: dokfest-muenchen.de) ves