Irgendwo zwischen Folklore und Horror, Pop und Indie und der Sehnsucht nach durchtanzten Nächten bewegt sich „Dance Fever“, das fünfte Album der britischen Band Florence + The Machine. Sängerin Florence Welch (35) verarbeitet darauf die vergangenen zwei Pandemie-Jahre in ihrer Geburtsstadt London. Dabei sehnt sich Welch nach dem, was vor dem Lockdown möglich war – nach Festivals, Clubs und ekstatischem Miteinander. Die Choreomanie (zu deutsch: Tanzwut) zieht sich wie ein roter Faden durch die 14 Songs. Die für die Band typische märchenhafte Ästhetik spiegelt sich in den Musikvideos, dem Cover, aber auch im Musikstil – einem Mix aus Folk, Indie und Siebziger-Pop mit elektronischen Sounds, Streichern und choralhaften Gesängen. Diesmal schleust die Sängerin auch ein Horror-Motiv ein. Dieser Widerspruch zwischen Gut und Böse, Engel und Teufel, traurigen Textzeilen und euphorischen Melodien zeichnet die Platte aus. oli