Strähnchen, Dauerwelle, Schulterpolster – wie Popsternchen Sandra wollten viele Mädchen in den Achtzigerjahren sein. Ihr Hit „Maria Magdalena“, geschrieben von ihrem späteren Ehemann Michael Cretu, katapultierte sie vor knapp 40 Jahren an die Spitze der Charts. Am Mittwoch wird die Sängerin 60 und plant ihr Comeback. Mit Kollege Thomas Anders wird Sandra, die seit 1995 auf Ibiza lebt und mittlerweile geschieden ist, im Herbst auf US-Tournee gehen. „Ich bin unglaublich stolz. Amerika ist immer noch ein besonderes Land für eine Musikerin“, schwärmt sie im Gespräch mit der „Bild am Sonntag“. Darüber hinaus arbeite sie an neuen Songs. „Es gibt Pläne, in den nächsten ein bis zwei Jahren ein neues Album zu veröffentlichen“, sagt die Mutter zweier erwachsener Söhne. An den Erfolg von früher lässt sich freilich schwer anknüpfen. 30 Millionen verkaufte Platten, Nummer-eins-Hits in 20 Ländern – Sandra schaffte es als ehemaliges Mitglied der Girlgroup Arabesque von Hit-Produzent Frank Farian von null auf hundert. Sie habe für den Erfolg eine Menge geopfert, sagt die Musikerin heute. Von ihrer ersten großen Liebe trennte sie sich, um „sich ganz der Karriere zu widmen“. Sandra jettete um die Welt, nahm Gesangsunterricht und einen Crashkurs in Englisch. „Das war schon sehr anstrengend, aber auch schön.“ In den 2000er-Jahren feierte sie bereits in Russland und Osteuropa mit den alten Songs ein Comeback. Jetzt hofft sie, auch im Rest der Welt wieder auf der Bühne stehen zu können. „Einfach weil Musik das ist, was ich von ganzem Herzen liebe.“ aki
„Lieber Thomas“ über den Autor Thomas Brasch (1945-2001) geht mit zwölf Nominierungen ins Rennen um den Deutschen Filmpreis. Das Werk von Regisseur Andreas Kleinert ist unter anderem als bester Spielfilm sowie für Regie und Drehbuch nominiert, wie die Deutsche Filmakademie bekannt gab. Auf zehn Nominierungen kommt Andreas Dresens „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“. Das Drama erzählt von der Mutter des Ex-Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz. Der Filmpreis wird am 24. Juni verliehen.
Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause ist der Nürnberger Opernball auch für dieses Jahr und die kommenden Jahre abgesagt worden. Wegen der Mängel bei der Bausubstanz und Sicherheit am Nürnberger Opernhaus könne der Ball aus rechtlichen Gründen vorerst nicht mehr stattfinden, teilten die Veranstalter mit. Großveranstaltungen seien erst nach der Generalsanierung wieder möglich. Bereits gekaufte Karten werden rückerstattet.