Er ist nicht nur Gentleman-Gauner, sondern auch extrem wandelbar – im doppelten Wortsinn. Das hat zuletzt Netflix mit der französischen Serie „Lupin“ bewiesen. Die Produktion mit Omar Sy in der Titelrolle war 2021 eine sehr gute, spannende und unangestrengt heutige Neu-Interpretation des Meisterdiebs Arsène Lupin. Die Figur des französischen Autors Maurice Leblanc (1864-1941) hatte im Jahr 1905 in einem Fortsetzungsroman ihren ersten Auftritt – und machte den Schriftsteller berühmt. Im Splitter Verlag ist nun eine schön aufgemachte Ausgabe mit neun Geschichten Leblancs rund um Lupins elegantes Treiben erschienen. Der Clou: Die Klassiker der französischen Kriminalliteratur wurden von Vincent Mallié illustriert. Der 49-Jährige zeichnet hier charmant und herrlich nostalgisch – ein Blick zurück in die Zeit, aus der Lupin stammt. leic