Mit den Proben für „Madame Butterfly“ hat die heiße Vorbereitungsphase der Bregenzer Festspiele am Bodensee begonnen. Wie eine Sprecherin mitteilte, üben Künstlerinnen und Künstler seit gut einer Woche auf der 23 Meter hohen und 33 Meter breiten Seebühne mit einem überdimensionalen Papierbild als Kulisse. Premiere feiern soll die Inszenierung der Oper des italienischen Komponisten Giacomo Puccini (1858-1924) am 20. Juli. „Das ist der beste Tag des ganzen Jahres. Viele Jahre haben wir auf ihn hingearbeitet“, sagte Intendantin Elisabeth Sobotka (Foto: Anja Köhler) zum Probenbeginn. „Nun kommt der letzte und wichtigste Schritt.“ Das Interesse an den Vorführungen an 26 Abenden ist groß: Von knapp 190 000 Karten sind nach Angaben der Veranstalter bisher etwa 85 Prozent verkauft.
Die Autoren Jan Koneffke und Andreas Lehmann werden mit dem Robert Gernhardt Preis ausgezeichnet. Sie teilen sich das Preisgeld von 24 000 Euro, wie die hessische Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) mitteilte. Der in Gießen lebende Koneffke wird für seine Lyrik „Abgesang“ ausgezeichnet, der in Marburg geborene Lehmann für sein Prosawerk „Nichts als ein Name“. Verliehen wird der Preis, der an den 2006 in Frankfurt gestorbenen Autor und Zeichner Robert Gernhardt erinnert, am 15. September in Frankfurt.
Zwei weitere Glasfenster des Künstlers Markus Lüpertz werden am Samstag in der Bamberger Kirche St. Elisabeth eingeweiht. Damit ist die Serie von acht Fenstern in dem katholischen Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert komplett. Auf ihnen stellt Lüpertz (81) Szenen aus dem Leben der heiligen Elisabeth dar. „Kranke besuchen“, „Nackte bekleiden“, „Hungrige speisen“ und „Obdachlose beherbergen“ sind einige Titel. Die ersten sechs Fenster waren 2019 und 2021 enthüllt worden. Der größte Teil des Geldes für die Fenster kommt von privaten Spendern.
Das Nürnberger Staatstheater hat den Vertrag seines Ballettdirektors Goyo Montero bis 2028 verlängert. Der Spanier ist bereits seit 2008 in der Stadt. „Durch sein internationales Renommee und seine unverwechselbare Handschrift als Chefchoreograf hat er Nürnberg und das Staatstheater auf der Landkarte der Tanzwelt nachhaltig etabliert“, sagte Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) nach dem Beschluss des Stiftungsrats. Montero selbst sprach von einem großen Privileg: „Ich habe in Nürnberg meinen Resonanzraum gefunden.“