Der Streit um die documenta in Kassel geht weiter. Der Bund will mehr Einfluss, die Generalsekretärin will bleiben und das Kuratorenkollektiv hat sich entschuldigt. Auf der To-do-Liste der nächsten Tage: die Überprüfung der ausgestellten Werke. Die Generaldirektorin der documenta fifteen, Sabine Schormann, hält derweil weiter an ihrem Amt fest. Sie wolle „das Schiff wieder auf Kurs bringen“, sagte sie. Bei schwerer See gehe ein Kapitän nicht von Bord.
Wie berichtet, hatte die Arbeit „People’s Justice“ des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi wegen antisemitischer Bildsprache für eine Welle der Empörung gesorgt. Am Dienstagabend wurde das Werk entfernt. Die Gruppe Ruangrupa, die die Weltkunstausstellung heuer kuratiert, entschuldigte sich am Donnerstagabend: „Wir haben alle darin versagt, die antisemitischen Figuren zu entdecken. Es ist unser Fehler. Wir entschuldigen uns für die Enttäuschung, die Schande, Frustration, den Verrat und den Schock, die wir bei den Betrachtern verursacht haben.“ Beim documenta-Forum, einem Unterstützer-Gremium der alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellung, krachte es gewaltig. Der Vorsitzende Jörg Sperling musste zurücktreten, nachdem er die Entfernung des Bildes kritisiert hatte. sat
US-Sängerin Taylor Swift hat einen neuen Song veröffentlicht. „Carolina“ ist ihr Beitrag zum Soundtrack der Bestseller-Verfilmung „Der Gesang der Flusskrebse“, die am 18. August in die Kinos kommt und von einem naturverbundenen Mädchen handelt, das inmitten von Salzwiesen und Sandbänken lebt.