SALZBURG IN KÜRZE

Welche Premieren gibt es 2022? Was bietet der Konzert-Sektor? Wie kommt man an Karten?

von Redaktion

Die Opernsparte ist bei den Salzburger Festspielen traditionell die gewichtigste – dabei gibt es heuer nur drei echte Premieren. Die erste ist am 26. Juli der Doppelabend mit Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ und Orffs „De temporum fine comoedia“ (Dirigent: Teodor Currentzis, Regie und Ausstattung: Romeo Castellucci). Puccinis „Il trittico“ kommt am 29. Juli heraus (Franz Welser-Möst, Christof Loy), die Besonderheit: Asmik Grigorian singt in allen drei Kurzopern die Hauptrolle. Die Neuproduktion von Janáčeks „Katja Kabanova“ (Jakub Hrůša, Barrie Kosky) ist am 7. August erstmals zu erleben. Nachdem 2018 Mozarts „Zauberflöte“ verunglückte, kommt es 2022 zu einer Neueinstudierung und Weiterentwicklung dieser Produktion, Premiere ist am 30. Juli (Joana Mallwitz, Lydia Steier). Ähnliches passierte 2017 mit Verdis „Aida“. Die Neufassung des Projekts ist am 12. August erstmals zu sehen (Alain Altinoglu, Shirin Neshat).

Das Schauspiel wartet am 27. Juli mit der Premiere von Marieluise Fleißers „Ingolstadt“ auf (Regie: Ivo van Hove). Schnitzlers „Reigen“ kommt am 28. Juli heraus (Yana Ross). Thorsten Lensings „Verrückt nach Trost“, der Autor führt auch Regie, kann man ab 6. August erleben. Und frei nach Euripides und Goethe hat Joanna Bednarczyk ihre „Iphigenia“ konzipiert (Regie: Ewelina Marciniak), Premiere ist am 18. August.

Wie immer starten die Festspiele mit der „Ouverture Spirituelle“, also mit höchstkarätig besetzter geistlicher Musik. Dirigenten sind hier etwa Teodor Currentzis, der schon gestern Abend Schostakowitschs Symphonie „Babi Jar“ dirigierte, mit der an eines der größten Massaker des Zweiten Weltkriegs, an die Ermordung Zigtausender Juden bei Kiew, erinnert wird. Engagiert wurden für die Reihe außerdem John Eliot Gardiner, Jordi Savall oder Sylvain Cambreling. Die Wiener Philharmoniker lassen sich von Christian Thielemann, Riccardo Muti, Andris Nelsons, Daniel Barenboim und Esa-Pekka Salonen dirigieren. Als Gastorchester schauen unter anderen die Berliner Philharmoniker, das Gustav Mahler Jugendorchester und das West-Eastern Divan Orchestra vorbei. Die Solistenkonzerte werden vor allem von der Pianisten-Elite bestritten, so etwa von Daniil Trifonov, Grigory Sokolov, Igor Levit, Evgeny Kissin, Arcadi Volodos oder Maurizio Pollini. Die Liederabende locken unter anderen mit Christian Gerhaher, Diana Damrau und Jonas Kaufmann.

Für viele Veranstaltungen gibt es noch Tickets. Da sich der Kartenstand aber laufend ändert, empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite www.salzburgerfestspiele.at. Dort gibt es auch das genaue Programm.

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