John Wayne steht als Statue im Eck. Doch „Harley Davidson and the Marlboro Man“ war schon 1991 ein Rückzugsgefecht, der Traum von einer Vergangenheit, die’s nie gab. Der Albtraum von einem „1996“, wie’s nie kam. Beschwörung einer klotzigen „Männlichkeit“, zum bloßen Marken-Abziehbild verkommen. Harley (Mickey Rourke) und Marlboro (Don Johnson) wollen per Bankraub einem befreundeten Bar-Besitzer aus der Finanzklemme helfen. Simon Wincer („Free Willy“) inszeniert nah am Trash, doch letztlich zu verschämt. Don Michael Pauls tumbes Skript ist blind für die Nuancen, Komplexitäten seiner Vorbilder; resistent gegen Rourkes Mühen, es zu unterlaufen. Einst von Publikum, Kritik und seinen Stars gleichermaßen geschmäht, ist das heute (in sauberer HD-Ausgabe) ein kurioses, halbamüsantes Relikt. wil