Auf den ersten Blick passt die große rote Granitkugel kaum in den Raum. Doch genau dieser Kontrast macht sie so besonders. Die vier verwitterten Steinsäulen in den Ecken des kubisch gebauten Türkentors schaffen einen starken Gegensatz zur glatt polierten Kugel. Die „Large Red Sphere“ hat einen Durchmesser von 2,6 Metern und wiegt 25 Tonnen. Seit 2010 befindet sich die Granitkugel im denkmalgeschützten Türkentor zwischen dem Museum Brandhorst und der Pinakothek der Moderne in der Maxvorstadt in München. Sie ist das Kunstwerk des 2013 verstorbenen US-amerikanischen Künstlers Walter De Maria.
Die glatte Oberfläche spiegelt den Raum wider, weshalb die Wirkung des Kunstwerks ganz von dem Standpunkt des Betrachters abhängt. Mit dem Künstler und seiner Arbeit setzt sich auch die Dokumentation „Walter De Maria – The Large Red Sphere“ von Jacqueline Kaess-Farquet auseinander. Die Regisseurin hat sich bereits mit den Künstlern Martin Kippenberger, Maria Lassnig und Stefan Szczesny beschäftigt. Ihren Film stellt sie morgen, 19.30 Uhr, im Institut français an der Kaulbachstraße 13 vor. Um Anmeldung unter Telefon 089/ 28 66 280 oder per E-Mail an info.muenchen@institutfrancais.de wird gebeten. STELLA RÜGGEBERG