Wegen Bauschäden an der Rotunde hat die Pinakothek der Moderne in München gestern komplett geschlossen. „Wir hoffen, dass es sich nur um einige Tage handelt“, sagte Museumssprecherin Tine Nehler. Eventuell werde das Haus schon heute wieder für Besucher geöffnet – Informationen dazu gibt es online unter www.pinakothek-der-moderne.de. Es ist nicht das erste Mal, dass die berühmten Sammlungen wegen Schäden an der Rotunde nicht zu sehen sind: Risse im Beton sorgten schon in den Jahren 2007, 2011 und 2012 für die vorübergehende Schließung des erst 2002 eröffneten Hauses – beim letzten Mal gar gut sieben Monate lang (wir berichteten). Das wird diesmal wohl nicht nötig sein, denn aktuell geht es „nur“ um das Glas des Kuppelbaus. „Es besteht die Gefahr, dass Glassplitter herunterstürzen“, sagte Nehler. „Jetzt sind wir dabei, die Rotunde für die Besucherinnen und Besucher der Pinakothek der Moderne wieder besuchssicher zu machen. Das könnte in Form eines Bauzauns passieren, den man dort aufstellt.“ Zu einem späteren Zeitpunkt müsse dann wohl eine größere Reparatur des mehrschichtigen Glases erfolgen.
Kirill Petrenko hat seine Konzerte beim BR-Symphonieorchester an diesem Donnerstag und Freitag abgesagt. Nach Angaben des BR musste er die Probenarbeit „aus gesundheitlichen Gründen abbrechen“. Für ihn springt nun der Brite Duncan Ward ein. Das Programm, Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“, bleibt unverändert.
Das Brechtfestival in Augsburg, der Geburtsstadt des Dichters, soll im kommenden Jahr aus Anlass des 125. Geburtstages mit einer großen Parade beginnen. Das Kulturfest soll am 10. Februar 2023 starten, an dem Tag war Bertolt Brecht 1898 geboren worden, und bis 19. Februar 2023 dauern, kündigte Leiter Julian Warner an. Weitere Höhepunkte seien ein Wrestling-Abend und Gespräche mit Brecht, verkörpert von künstlicher Intelligenz. Der Dramatiker starb 1956 in Ost-Berlin.
Die Schriftstellerin Herta Müller und der Regisseur Barrie Kosky erhalten heuer den Preis für Verständigung und Toleranz. Das Jüdische Museum Berlin zeichnet die beiden aus. Die Laudatio für die Literaturnobelpreisträgerin Müller hält Autor Ernest Wichner. Kosky, der langjährige Intendant der Komischen Oper Berlin, wird von der Kritikerin Julia Spinola geehrt. Müller setze sich in ihren Werken mit Gewalt durch Diktaturen, Einschränkungen von Freiheiten und der Verletzung von Menschenwürde auseinander, heißt es zur Begründung. Kosky wird als herausragende Künstlerpersönlichkeit geehrt, die für die deutsch-jüdische Gegenwartskultur stehe.