CD / VINYL Trost nach 30 Jahren

von Redaktion

Vermisst irgendjemand Billy Joel? Einen, der Melodien aus dem Ärmel schüttelte, der das (männliche) Vorstadt-Leben in seinen Songs abbilden konnte wie Bruce Springsteen – nur aus einer New Yorker Einwandererperspektive –, der am Klavier komponierte, aber Baseball-Cap trug und nicht Federboa wie Freddie Mercury und Elton John? Natürlich vermissen wir ihn, nachdem er nun schon seit 30 Jahren kein Album mehr herausgebracht hat. Trost spendet dieser Mitschnitt vom Juni 1990. Joel war auf dem Zenit seines kommerziellen Erfolgs und spielte in Arenen wie dem „Yankee Stadium“, wo das Konzert aufgenommen wurde. Entsprechend ist sein Vortrag: Wuchtig haut er in die Tasten, spielt neue Hits („We didn’t start the Fire“) und alte („Uptown Girl“, „It’s still Rock’n’Roll to me“ – und natürlich „New York State of Mind“). Ihn hier bei seinem Heimspiel zu erleben, hat etwas Erhebendes – und lässt einen wünschen, er würde sich doch noch ein paar Songs abringen.  lö

Hervorragend (((((

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