Lahav Shani, hoher Favorit für den Chefposten bei den Münchner Philharmonikern, hat sich erstmals über einen möglichen Wechsel an die Isar geäußert. Im Interview mit BR Klassik hält er sich naturgemäß bedeckt. „Also ich habe im Moment nichts zu erzählen über diese ganze Geschichte“, sagte der israelische Dirigent (Foto: Marco Borggreve). „Wenn es etwas gibt, dann werde ich das natürlich sehr gerne tun. Aber im Moment ist einfach wirklich nichts zu sagen.“ Vor ein paar Monaten habe er bei den Münchner Philharmonikern gastiert – „und das war wirklich eine ganz tolle Zeit“. Wie unsere Zeitung erfuhr, steht Shani angeblich vor einem Vertragsabschluss bei den Philharmonikern. Er wäre damit Nachfolger von Valery Gergiev, der wegen seiner Putin-Nähe vor fast einem Jahr geschasst wurde. Shani gastiert derzeit in München, und zwar beim BR-Symphonieorchester.
Die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck erhält heuer den Internationalen Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz. In der Begründung des Kuratoriums heißt es, im Mittelpunkt der Arbeit Erpenbecks stehe „die kritische Reflexion der gegenwärtigen Gesellschaft in ihren vielfältigen historischen und kulturellen Bezügen“. Dabei nutze die 55-Jährige Literatur nicht als moralische Keule, sondern begreife sie als ein Medium, das dem Leser zu denken gebe. Der mit 20 000 Euro dotierte Preis soll am 1. April an die gebürtige Ostberlinerin, die zuletzt den Roman „Kairos“ vorlegte, überreicht werden.