BUCH Das Zweifeln des Vaters

von Redaktion

Lesenswert ((((;

Die wiederkehrende Metapher der Wellen zieht sich durch den Roman über einen an sich und der Welt zweifelnden Familienvater im Zürich der Corona-Pandemie. Mal geht es emotional das Wellental hinab, mal segelt der Mann quasi im Gischtsaum dahin. Nur als gleichbleibend stabil erweist er sich nie. Den stoisch-energischen und pragmatischen Part erfüllt in der Beziehung seine Partnerin, eine erfolgreiche Schweizer Autorin. In tagebuchartigen Notaten und Gedankenfragmenten versucht der zweifache Vater, mit seinem Dasein als Deutscher bei den Eidgenossen, als Hausmann und mit seiner Stellung als Mann in einer Gesellschaft im Umbruch zurecht zu kommen. Das intelligente, wie immer bei Heinz Helle philosophisch unterfütterte Buch ist diesmal autobiografisch gehalten. Zumindest was Überprüfbares wie die Schriftsteller-Gattin oder die beiden Töchter angeht.  ulf

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