Da hat die Krimiqueen mal etwas ganz anderes abgeliefert: Eine Gruppe Frauen gründet den Klub „Die Spinnerinnen“ – zusammen zelebrieren sie bei jedem Treffen ihre Marotten. Die eine liebt Puppen, die andere korrekt hingelegte Teppichfransen. Alles zwar verrückt, aber harmlos. Doch dann freunden sich zwei der beiden, Nina und Franziska, mit ihrem Nachbarn an… Vordergründig geschieht also nicht viel. Doch der erfahrene Noll-Fan spürt nach und nach die für die Autorin typischen kriminalistischen Elemente auf. Passend dazu schwankt auch Anna Königs Stimme als Ich-Erzählerin Nina zwischen begeisterungsfähig und argwöhnisch-ängstlich. Manchmal legt sich auch ein rätselhafter Nebel auf Königs Stimme und damit auf die Stimmung insgesamt. Zum Beispiel, wenn diese seltsamen Verwicklungen in heimlich gehegten Mordfantasien ihren Höhepunkt finden. ama