1923 ist eines der großen Krisenjahre deutscher Geschichte. Dafür stehen drei Stichworte: Ruhrbesetzung, Hyperinflation und Hitler-Putsch. Tatsächlich war Deutschland unter dem Ansturm der Krisen kurz davor zu kollabieren. Rund ein halbes Dutzend Sachbücher ist zu diesem Schicksalsjahr erschienen. Jetzt legt der Historiker und Journalist Ralf Georg Reuth, der bereits Biografien über Hitler und Goebbels publiziert hat, ein weiteres Werk vor. Es reiht sich ein unter jene Bücher, die das Jahr 1923 chronologisch nacherzählen, und es beschränkt sich fast ausschließlich auf Politik, angereichert mit ein bisschen Wirtschaft. Kultur wie auch Zeitzeugenberichte aus dem prallen Leben fehlen. Das macht die Lektüre für Einsteiger womöglich anstrengend und einseitig. sp