Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett (53) hat die Figur der Stardirigentin Lydia Tár als ihre herausforderndste Rolle bezeichnet. „Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich total, total davon absorbiert wurde“, meinte Blanchett am Donnerstag auf der Berlinale. Das habe auch an den Fragen gelegen, die der Film behandle. „Es war psychologisch herausfordernd“, sagte Blanchett. In Todd Fields Werk spielt sie die (fiktive) Chefdirigentin Lydia Tár, die als erste Frau einem weltberühmten Berliner Orchester vorsteht. Doch sie missbraucht ihre Macht und verliert zunehmend die Kontrolle über ihr Leben. „Tár“ startet am 2. März in den Kinos.
Der spanische Maler und Bildhauer Pablo Picasso, dessen Tod sich am 8. April zum 50. Mal jährt, steht im Mittelpunkt der diesjährigen Madrider Messe für Zeitgenössische Kunst ARCO. Die 42. Ausgabe wurde am Donnerstag vom spanischen Königspaar Felipe VI. und Letizia eröffnet. Für Schlagzeilen sorgte zum Auftakt eine hyperrealistische Nachbildung der „Leiche“ Picassos, die ein für den Künstler typisches blau-weiß-gestreiftes Ringelshirt trägt und auf einer Art Grabstein aufgebahrt ist. Mit dieser Skulptur mit dem Titel „Aquí murió Picasso“ (Hier starb Picasso, Foto: Ricardo Rubio/dpa) prangert der Spanier Eugenio Merino die Ausbeutung der Figur des Jahrhundertkünstlers für kommerzielle Zwecke an.
Das kann man in diesen Wintertagen gut gebrauchen: Das Potsdamer Barberini-Museum widmet sich ab dem morgigen Samstag in einer Ausstellung der Sonne als Lichtquelle in der Kunst. Ausgangspunkt ist Claude Monets Gemälde „Impression. Sonnenaufgang“ von 1872, das dem Impressionismus vor rund 150 Jahren seinen Namen gab. Das Gemälde sei als „Ikone der Moderne“ Dreh- und Angelpunkt der Schau, sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider. Die Ausstellung „Sonne. Die Quelle des Lichts in der Kunst“ mit rund 130 Exponaten von mehr als 50 Künstlerinnen und Künstlern ist bis zum 11. Juni zu sehen.
1,27 bis 1,3 Milliarden Euro: So viel würde ein Neubau der Städtischen Bühnen in Frankfurt inzwischen kosten. Das geht aus dem Bericht einer Expertenkommission hervor, der am Donnerstag in Frankfurt vorgestellt wurde. Geprüft wurden drei Varianten, wo Oper und Schauspiel in der Innenstadt neu errichtet werden könnten. Alle würden etwa gleich teuer – rund 350 Millionen Euro mehr als bisher angenommen.