Hilfe für Kulturszene

von Redaktion

Goethe-Institut engagiert sich in der Ukraine

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs hat Deutschland mehrere Programme zur Unterstützung der ukrainischen Kultur- und Bildungsszene aufgelegt. So gibt es etwa Stipendien für Künstlerinnen und Künstler aus der Ukraine. Museen und andere Bildungsstätten bieten Geflüchteten Arbeitsaufenthalte an. Das Goethe-Institut, das für die weltweite Kulturarbeit der Bundesrepublik zuständig ist, koordiniert die Hilfen.

Die Anpassungsfähigkeit der ukrainischen Kultur- und Bildungsszene sei beeindruckend, sagt die Präsidentin des Goethe-Instituts, Carola Lentz. „Auch viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nach Kiew zurückgekehrt.“ Das Goethe-Institut Ukraine realisiere unter widrigsten Bedingungen Kulturveranstaltungen und unterstütze den Bildungsbereich. „In Deutschland scheint die Aufmerksamkeit für die Ukraine ein Jahr nach Beginn des verheerenden Krieges langsam nachzulassen“, kritisierte Lentz. „Doch die Ukrainerinnen und Ukrainer brauchen weiterhin unsere volle Solidarität.“ Aus Anlass des ersten Jahrestages des russischen Überfalls soll unter anderem eine Ausstellung des ukrainischen Künstlerkollektivs Gareleya Neotodryosh erweitert werden. Sie war in 17 deutschen Städten auf rund 720 digitalen Medien an Bus- und Bahnhaltestellen zu sehen.

Das Auswärtige Amt hatte insgesamt 11,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Kriegsfolgen insbesondere auf dem Kultur- und Bildungssektor abzumildern. Seit dem Frühjahr 2022 wurden nach Angaben des Goethe-Instituts 540 Kulturschaffende aus der Ukraine mit Stipendien gefördert. Großen Anklang findet das Projekt „Ein Koffer voll mit Büchern“ mit dem Ukrainischen Buchinstitut und dem Deutschen Bibliotheksverband. Über 600 Bibliotheken in Deutschland wurden mit insgesamt rund 20 000 Büchern ukrainischer Kinder- und Jugendliteratur ausgestattet.  dpa

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