IN KÜRZE

Charlotte Schwab spielt den König Lear Pritzker-Preis für David Chipperfield Daniel Harding wird Chef in Rom Juli Zeh erhält den Greve-Literaturpreis

von Redaktion

Schauspielerin Charlotte Schwab übernimmt die Titelrolle in William Shakespeares Drama „King Lear“, mit dem am 30. Juni die 72. Bad Hersfelder Festspiele eröffnet werden. Die 70-jährige Schweizerin (Foto: Magnus Lechner) werde in Tina Laniks Inszenierung mit der Tradition brechen, dass der König von einem Mann gespielt werde, teilten die Festspiele mit. Schwab ist seit der Saison 2016/17 im Ensemble des Münchner Residenztheaters, wo sie in Inszenierungen von Michael Thalheimer, Tina Lanik, Andreas Kriegenburg und Mateja Koležnik zu erleben war. Außerdem ist sie durch Fernsehauftritte bekannt, zum Beispiel aus der Krimiserie „Das Duo“ oder der Actionreihe „Alarm für Cobra 11“. Die Schauspielerin wird erstmals in der Stiftsruine auf der Bühne stehen.

Der Brite David Chipperfield erhält den Pritzker-Preis für Architektur. „Subtil und doch kraftvoll, gedämpft und doch elegant, ist er ein produktiver Architekt, der radikal in seiner Zurückhaltung ist und seine Ehrfurcht vor Geschichte und Kultur demonstriert“, teilte die Jury mit. Der Preis ist die renommierteste Auszeichnung der Architektur-Branche und mit 100 000 US-Dollar dotiert. Chipperfield erklärte: „Ich bin so überwältigt, diese außergewöhnliche Ehre zu erhalten und mit den früheren Empfängern verbunden zu sein, die alle so viel Inspiration für den Beruf gegeben haben“. Der 69-Jährige ist in Deutschland etwa für die Sanierung der Neuen Nationalgalerie Berlin bekannt.

Dirigent Daniel Harding wird Musikdirektor des Orchesters und des Chores der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Der 47-jährige Brite ist damit Nachfolger von Antonio Pappano, dessen Vertrag im Dezember nach 18 Jahren endet. Hardings Amtsantritt in Rom ist im Oktober 2024, sein Vertrag läuft zunächst über fünf Jahre. Pappano soll den Römern als emeritierter Musikdirektor erhalten bleiben. Harding startet bei seinen beiden neuen Ensembles mit einer konzertanten Aufführung von Puccinis „Tosca“. Er ist regelmäßiger Gast des BR-Symphonieorchesters und war unter anderem auch für den Chefposten bei den Münchner Philharmonikern im Gespräch.

Die Autorin Juli Zeh („Über Menschen“) erhält heuer den mit 25 000 Euro dotierten Hannelore-Greve-Literaturpreis. Die 48-Jährige sei eine der profiliertesten Schriftstellerinnen der Gegenwart, teilten die Hamburger Autorenvereinigung und die Hannelore-und-Helmut-Greve-Stiftung mit.

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