„Xáta“ — das ist Ukrainisch und bedeutet „Zuhause“. So lautet auch der Arbeitstitel einer für Oktober geplanten Theaterpremiere in den Münchner Kammerspielen. In dem Stück sollen die Tragödien des seit mehr als einem Jahr in der Ukraine wütenden Krieges thematisiert werden. Geplant sind bisher zwei Protagonisten, die begleitet von einem ukrainischen Chor, einer russischen Schwebetanzgruppe und filmischen Aufzeichnungen durch den Abend führen. Dabei solle auch die Kluft sichtbar gemacht werden, die seitdem zwischen der Ukraine und Russland entstanden ist, meint die Produktionsleiterin Angelika Koch. „In dem Stück geht es aber nicht um Versöhnung, sondern eher um das Sichtbarmachen von Leid, Traumatisierung und Hass“, erklärt die 24-Jährige. Dabei wolle sie auch auf die Beklemmung aufmerksam machen, die Betroffene erlebten. Am 21. April sollen die ersten Proben beginnen. „Momentan suchen wir noch nach Mitgliedern für den ukrainischen Chor“, berichtet Koch. Ein Frauenchor mit bis zu 15 Sängerinnen sei bisher geplant. Wer sich bewerben möchte, schreibt bis 15. April eine Mail an Angelika Koch (angelika.koch@kammerspiele.de). AMALIA KÖPPEL