Es gibt Alben, da passt eigentlich alles – und doch mag der Funke nicht überspringen. Tas Cru ist ein Meister der Bluesgitarre, in seiner illustren Studioband findet sich Gitarren-Grande Mike Zito und Bruce Katz, Pianist und Organist von
Weltklasseformat. Beide bereichern die Stücke aus der Feder des verdienten und mehrfach für seine Arbeit ausgezeichneten Musikers, Produzenten und Musikpädagogen. Keiner der elf Songs ist gehudelt, sie sind wohlarrangiert und verfügen – siehe Plattentitel – durchaus über ein paar hörenswerte Riffs. Die Kompositionen sind Bluesrock mit Einflüssen aus Funk oder New-Orleans-Jazz und Ausflügen in Richtung Mark-Knopfler-Rock. Dass Cru als Blues-Poet etwas zu sagen hat, ist bereichernd – beeinflusst aber die Produktion, die seine Stimme weit nach vorn holt und damit fast von der Musik trennt. Das wird der Platte vor allem auf die Distanz ein wenig zum Verhängnis. cu