Ein Vater bringt seine Tochter ins Bett und sagt: „Ich habe extra beim Gesundheitsministerium angerufen und mir bestätigen lassen, dass es keinem Mädchen schadet, wenn es seine Scheide mit dem gleichen Seifenstück säubert, das sein Vater zum Rasieren verwendet.“ Soll das witzig sein?!? Die Comics in „Väter im Türspalt“ von Stephan Katz und Max Goldt sind radikal, provokant, derb bis hin zur Ekelhaftigkeit und oftmals weit unter der Gürtellinie. Doch wo liegt die Grenze? Hier jedenfalls wird mit sozialen, politischen und gesellschaftlichen Regeln, Normen, Werten und Meinungen nach rechts wie links Pingpong gespielt, anschließend werden sie nochmals durch den Fleischwolf gedreht. Man liest, stutzt, legt das Buch irritiert weg und überlegt dann. Und ist nicht alles, was zum Nachdenken anregt, gut? Oder gibt es auch hier wiederum Grenzen? ama