Der serbische Autor und Verfolgte des Tito-Regimes, Dragoslav Mihailović, ist im Alter von 93 Jahren in Belgrad gestorben. Sein Werk „Goli otok“ über das gleichnamige berüchtigte Straflager Titos entstand aufgrund eigener Hafterfahrungen. Es brachte Mihailović Vergleiche mit dem Russen Alexander Solschenizyn (1918-2008) und dessen Buch „Archipel Gulag“ ein. In deutscher Sprache erschien von dem serbischen Autor unter anderem 1972 der Roman „Als die Kürbisse blühten“. Mihailović beeindruckte vor allem durch seine Fähigkeit, Menschen aus speziellen Milieus – etwa Obdachlosen, Häftlingen oder Partisanen – eine Stimme zu geben. Seine Literatur gilt als lebendiger Ausdruck der Geschichte des Balkans.
Der US-Autor Paul Auster ist nach Angaben seiner Ehefrau an Krebs erkrankt. Der 76-Jährige werde in einer Klinik in New York behandelt, schreibt die Schriftstellerin Siri Hustvedt bei Instagram. „Bei meinem Mann wurde im Dezember Krebs diagnostiziert, nachdem er schon mehrere Monate zuvor krank war“, erklärte Hustvedt. Sie gab nicht an, an welcher Art Krebs Auster leidet. Der Schriftsteller hat mehr als 30 Bücher geschrieben, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Im Jahr 1982 wurde er mit „Die Erfindung der Einsamkeit“ berühmt, einer eindrücklichen Erinnerung an seinen Vater. International erfolgreich wurde er mit seiner „New York Trilogie“. Auf Deutsch erschien zuletzt im vergangenen Jahr das Sachbuch „In Flammen. Leben und Werk von Stephen Crane“.
Morgen beginnt in Bayreuth das erste „MainFlussFilmFest“. Das Festival in zwölf fränkischen und zwei hessischen Städten widmet sich verschiedenen Aspekten des Themas Wasser. Hauptfilm ist die Produktion „River“ des australischen Regie-Duos Jennifer Peedom und Joseph Nizeti. Aus der Vogelperspektive erzählt der Film von der komplizierten Beziehung der Menschheit zur lebenswichtigen Ressource Wasser. „Über das Kino wollen wir möglichst viele Menschen von der Vision für lebendige Flüsse begeistern und miteinander ins Gespräch bringen“, sagt Anne Schmitt, Geschäftsführerin des Vereins Flussparadies Franken.
Die Schau mit Werken des holländischen Meisters Johannes Vermeer (1632-1675) im Amsterdamer Rijksmuseum ist endgültig ausverkauft. Bis 4. Juni zeigt das Haus 28 der noch 37 existierenden Gemälde des Malers. Nie zuvor wurden so viele Vermeer-Gemälde gleichzeitig ausgestellt. Bereits kurz nach der Eröffnung am 10. Februar waren alle 450 000 zur Verfügung stehenden Tickets verkauft worden. Das Museum hatte daraufhin die Öffnungszeiten erweitert. Doch auch diese extra Karten seien nun weg, so eine Sprecherin.