IN KÜRZE

Michael Caine als Münzen-Porträt Weiter Streit um Parthenon-Fries Musikpreis für Dokumentarfilme

von Redaktion

Zum 90. Geburtstag von Michael Caine hat ein Künstler den Oscar-Gewinner mit einem Porträt aus tausenden Ein-Cent-Münzen gewürdigt (Foto: Ed Chapman/dpa). Das am Dienstag veröffentlichte Werk von Ed Chapman zeigt den britischen Schauspieler in seiner berühmten Rolle als Geheimagent Harry Palmer, den er in den Sechzigerjahren in drei Filmen gespielt hatte. Kultwerke wie „Charlie staubt Millionen ab“ – besser bekannt unter dem Originaltitel „The Italian Job“ – und „Jack rechnet ab“ oder das Kriegsepos „Zulu“ machten Caine, der am Dienstag 90 Jahre alt wurde, zum Weltstar. Chapman, der in Manchester lebt, hat bereits in der Vergangenheit Bilder von berühmten Personen wie John Lennon oder Tiger Woods aus Fragmenten von Keramikfliesen, Mobiltelefonen und Zuckerwürfeln geschaffen.

Im Streit zwischen Großbritannien und Griechenland um eine mögliche Rückgabe der Friesteile des Parthenon-Tempels ist keine Lösung in Sicht. Es gebe keine Pläne, ein Gesetz zu ändern, das eine Herausgabe von Artefakten aus dem British Museum verhindert, sagte der britische Premierminister Rishi Sunak. Das Gesetz „British Museum Act“ von 1963 verbietet es der Einrichtung, Objekte aus ihrer Sammlung zu verschenken, außer unter sehr begrenzten Umständen. „Unsere Galerien und Museen werden vom Steuerzahler finanziert, weil sie eine enorme Bereicherung für dieses Land darstellen“, meinte Sunak. „Wir teilen ihre Schätze mit der Welt, und die Welt kommt nach Großbritannien, um sie zu sehen.“ Athen fordert seit Jahrzehnten die Rückgabe sämtlicher Friesteile aus dem British Museum. Der britische Botschafter Lord Elgin hatte Anfang des 19. Jahrhunderts die am besten erhaltenen Teile des Parthenon abbauen und nach England bringen lassen. Er verkaufte sie 1816 an das Londoner Museum.

David Langhard erhält 2023 den Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis für seine Musik zu „This Kind of Hope“. Die Auszeichnung wird von der Versicherungskammer Kulturstiftung gestiftet und ist mit 5000 Euro dotiert. Das DOK.fest München und die Stiftung würdigen damit die künstlerische Bedeutung von Musik in Dokumentarfilmen. Der deutsch-schweizerische Gewinnerfilm wird beim Münchner DOK.fest (ab 3. Mai) zu sehen sein. „This Kind of Hope“ von Regisseur Pawel Siczek porträtiert den belarussischen Ex-Diplomaten und Aktivisten Andrei Sannikov. Die Preisverleihung ist am 7. Mai in der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film.

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