IN KÜRZE

Museum mahnt wegen Klimawandel Virginie Despentes sagt München ab Puschkin-Museum unter neuer Leitung

von Redaktion

Das Wiener Leopold Museum hat 15 Werke bekannter Künstler schief gehängt, um auf die Folgen der Erderwärmung aufmerksam zu machen. Bilder von Egon Schiele (Foto: Leopold Museum), Gustav Klimt, Gustave Courbet und anderen wurden um die Grad-Werte gedreht, um welche die Temperaturen an den gemalten Orten – etwa der Atterseeregion, den Voralpen oder der Atlantikküste – ansteigen könnten. Das Museum wies darauf hin, dass diese Naturlandschaften ohne Gegenmaßnahmen bald verschwunden sein könnten. Im November hatten Klima-Aktivisten wie berichtet ein mit Glas geschütztes Klimt-Bild im Leopold Museum mit Öl beschüttet und sich an das Schutzglas geklebt. Direktor Hans-Peter Wipplinger kritisierte die Aktion damals als kontraproduktiv. Nun hat das Museum gemeinsam mit dem österreichischen Klimaforschungsnetzwerk CCCA eine eigene, künstlerische Antwort erarbeitet. Museen würden nicht nur das kulturelle Erbe für kommende Generationen bewahren, sondern auch Konfrontationen mit unbequemen Themen ermöglichen, sagte Wipplinger. „In diesem Sinne erklären wir uns solidarisch mit den Bestrebungen der Klimabewegung.“

Die Lesung mit Autorin Virginie Despentes (Foto: dpa, „Das Leben des Vernon Subutex“), die am 26. April hätte im Literaturhaus München stattfinden sollen, wird abgesagt. Tickets können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Jelisaweta Lichatschowa wird neue Direktorin des Puschkin-Kunstmuseum in Moskau. Laut Kulturministerium wird sie nach zehn Jahren Marina Loschak in der Position ablösen, die „auf eigenen Wunsch“ gehe. Der Vertrag mit der aus dem ukrainischen Odessa stammenden Loschak wäre am 2. April ausgelaufen. Im Februar wurde bereits die Führung der berühmten Tretjakow-Galerie ausgewechselt und mit der Tochter eines Geheimdienstgenerals besetzt. Das Puschkin-Museum hat eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Russlands mit Werken der europäischen und außereuropäischen Kulturgeschichte. Es gab schon lange Spekulationen um eine Ablösung der renommierten Loschak, die im Ruf steht, nicht auf Linie der antiliberalen Kulturpolitik des Landes zu sein.

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