Wo zur Hölle, Hölle, Hölle steckt Wolfgang Petry? Der ehemalige Freundschaftsbändchen-Träger hat sich schon 2006 mindestens so gründlich zurückgezogen wie später Stefan Raab. Seitdem gibt es keine Konzerte und keine TV-Auftritte mehr von „Wolle“. Aber ebenso wie für Raab ist die endgültige Rente für den Sänger kein Thema. Jetzt ist mit „Stark wie wir“ ein neues Studioalbum erschienen, das der 71-Jährige eine Liebeserklärung an seine Frau Rosie nennt, mit der er seit einem halben Jahrhundert verheiratet ist. Aus dem Petry-Exil in Hennef bei Köln kommt gewohnt eingängiger und meist selbstgeschriebener Schlagerrock. Ohrwürmer wie „Du gehörst zu mir…“ oder „Ebbe und Flut“ wechseln sich ab mit Ausflügen zu Swing („Ich klau für Dich“) oder Elektropop („Bist Du bereit?“). Und im Video zu „Gib mir mein Herz zurück“ wirkt Petry fit wie Mitte 50. Komme, was Wolle – er hat’s immer noch drauf. jh