Wie üblich fackeln Grande Royale nicht lang: Drei Akkorde, schwindlig schnell vorwärtsgeprügelt, ein paar heiser geplärrte Zeilen, und auf geht’s in den ersten von zwölf hymnischen Refrains, die man zu gern gleich mitplärren möchte. Natürlich erscheinen sie vertraut, so wirklich viel Unterschied zum Vorgänger „Carry on“ (2021) ist nicht zu hören. Braucht es auch nicht – funktionierende Rezepte lässt man, wie sie sind. So dürfen sich Fans der Hellacopters, Backyard Babies und Glucifer freuen: Die Schüler machen ihren Meistern alle Ehre. Klanglich steckt diese furiose Mischung im Detroit der frühen Siebziger, verneigt sich vor MC5 und den frühen Stooges, leiht sich die Attitüde von den Punkrockern der späten Siebziger, wirbelt ein wenig Kiss-Glitzer auf und bemüht sich, das Tempo von Motörhead auf die Straße zu bringen. Grande Rock’n’Roll eben. cu