Verliebt in Chinas Kaisertochter

von Redaktion

„Asterix & Obelix im Reich der Mitte“ ist ein braver Album-Vorgeschmack zum Film

Der Schrecken von Rom sind Asterix und Obelix schon seit über 60 Jahren. Gegen die renitenten Gallier findet Cäsar kein Mittel. Nun wollen der größte kleine Krieger der Welt und sein gar nicht mal so dicker Kumpel auch China erobern. Am 18. Mai kommt „Asterix & Obelix im Reich der Mitte“ ins Kino. Der Film ist ausdrücklich dafür konzipiert, um auch das kaufkräftige chinesische Publikum für die gallischen Geschichten zu begeistern. Es geht also quasi ums „Reich der Mittel“. Als Vorgeschmack erscheint heute das Album zum Film.

Auf der klassischen Länge von 48 Seiten mit vielen großen Bildern geht es um die Geschichte, in der sich Asterix in die chinesische Kaisertochter Wun Da verliebt, in der der verräterische Prinzregent Deng Zin Qin („Dancing Queen“) eine Intrige spinnt – und in der der unvermeidliche Gaius Julius Cäsar nach einer „neuen Rolle“ sucht, bei der es sich diesmal um eine „Frühlingsrolle“ handelt. Das brave Abenteuer stammt nicht vom aktuellen Asterix-Zeichner Didier Conrad und vom neuen Texter Fabrice Caro alias „Fabcaro“, sondern von Fabrice Tarrin und Olivier Gay. Und wie gewohnt kommt ein textblasenfreies Album zum Film nicht an den Witz und die Anarchie eines klassischen „Asterix“ heran. Im Text heißt es fad: „Obelix katapultiert den Räuber mit einem Fingerschnipsen durch die Decke.“ Das ist für beinharte „Asterix“-Sammler nett. Der Rest wartet lieber aufs 40. Album „Die weiße Iris“, das am 26. Oktober erscheint. JÖRG HEINRICH

Fabrice Tarrin/ Olivier Gay:

„Asterix & Obelix im Reich der Mitte“. Story House Egmont, Berlin, 48 Seiten; Softcover 7,99 Euro, Hardcover 14,50 Euro.

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