Die Legende geht so: Zum zehnten Geburtstag schenkte die Oma dem kleinen Johannes Franciscus Catharinus Klok (geboren am 22. Februar 1969 im niederländischen Purmerend) einen Zauberkasten – und eine einmalige Karriere nahm ihren Anfang. Zunächst beglückte der blonde Bub auf Kinderpartys das Publikum und zeigte dabei großes Talent, schon als 14-Jähriger wurde er Jugend-Europameister in Zauberei. 1994 begeisterte er als 25-Jähriger erstmals in Las Vegas, wohin er später immer wieder zurückkehrte, unter anderem 2007 für eine Show, bei der ihm keine Geringere als Pamela Anderson assistierte. Klok ließ im Laufe seiner Karriere Elefanten verschwinden, befreite sich aus versiegelten Wasserbassins, flog durch Lüfte, wurde zerteilt – bekannt ist er aber vor allem für seine enorme Schnelligkeit, mit der er Tricks vorführt: 2012 stellte er einen Weltrekord auf, indem ihm zwölf Illusionen in nur fünf Minuten gelangen. 2014 nahm Klok als erster Illusionist am Monte Carlo International Circus Festival teil – und gewann einen Silbernen Clown. Darauf ist der Magier, der sich 1991 als schwul outete, bis heute sehr stolz. Sein größter Traum, so erzählte er jetzt in München, sei es, einmal einen eigenen Zirkus zu gründen. kba