Es gibt Künstler, die keine stereotypen Vertreter ihres Genres sind. Im Idealfall sprechen sie durch Grenzgänge sogar Fans benachbarter Gattungen an – und begeistern. Enny ist so eine. Geboren als Enitan Adepitan in Südlondon, überraschte sie 2021 mit „Under twenty five“, einer EP, die im Grenzland von Hip-Hop, R&B, Jazz und Soul das Verbindende sucht. Die Auskopplung „Peng Black Girls“, eine Hymne auf das Selbstbewusstsein schwarzer Frauen, fand den Weg in die britischen Charts. Nun erscheint ihre zweite EP „We go again“. Die sechs Songs sind während der vergangenen 18 Monate entstanden und beinhalten Gastbeiträge unter anderem von Baker Aaron, Paya oder Loyle Carner. Natürlich wünschte man sich angesichts dieser so gehaltvollen Reise durch die Klangwelten von entspanntem Hip Hop, R&B und urbanem Jazz sehr bald ein ganzes Album. Andererseits: Es ist alles gesagt. cu