Die erfolgreiche britische Krimiautorin Anne Perry, die in ihrer Jugend selbst an einem Mord beteiligt gewesen war, ist mit 84 Jahren in Los Angeles gestorben. Ihr Gesundheitszustand habe sich nach einem Herzinfarkt im Dezember 2022 verschlechtert, hieß es. Die Schriftstellerin war berühmt für ihre Krimis, die im viktorianischen England spielen. Perry sei eine erfolgreiche Autorin gewesen, lange bevor das dunkle Kapitel ihrer Vergangenheit bekannt geworden sei, schrieb die „New York Times“. Perry hat mehr als 25 Millionen Bücher weltweit verkauft. Geboren wurde sie 1938 in London als Juliet Hulme, sie wuchs in Neuseeland auf. Als sie 15 war, erschlug sie mit ihrer Freundin deren Mutter. Beide mussten fünf Jahre ins Gefängnis. Der Mord wurde 1994 der Öffentlichkeit bekannt. Damals verfilmte Regisseur Peter Jackson in „Heavenly Creatures“ die Geschichte mit Kate Winslet. Der Durchbruch gelang Perry 1979 mit dem Krimi „Der Würger von der Cater Street“. 1990 startete sie eine zweite Serie mit Privatdetektiv William Monk in „Das Gesicht des Fremden“.
Das wird eine Schau: Ab 28. Oktober zeigt das Lenbachhaus München in Kooperation mit dem Tate London das Werk von Joseph Mallord William Turner (1775-1851). In der Ausstellung „Turner. Three Horizons“ werden rund 40 Gemälde sowie 40 Aquarelle und Skizzen aus allen Schaffensphasen des englischen Maler-Stars präsentiert. „Um einen angenehmen Besuch dieser sehenswerten Ausstellung anbieten zu können, haben wir Zeitfenstertickets eingerichtet“, meldet das Museum – der Vorverkauf ist nun gestartet. Infos und Tickets unter www.lenbachhaus.de.
Vier Jahre nach dem Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame blickt eine Ausstellung in Berlin auf die Geschichte des Bauwerks. Computeranimationen erzählen etwa vom Bau der Kathedrale, vom Brand und der derzeitigen Restaurierung. In der Kathedrale war am 15. April 2019 Feuer ausgebrochen. Das Dach wurde fast vollständig zerstört, der Vierungsturm stürzte ein. Die Wiedereröffnung ist für Dezember 2024 geplant. Die Schau war bereits in anderen Städten zu sehen und läuft bis Mitte Juli.
Der britisch-indische Autor Salman Rushdie ist dankbar für seine Heilung nach dem Attentat auf ihn. „Ich hatte enormes Glück. Hätte mich der Angreifer an anderen Stellen des Körpers getroffen, meine Geschichte wäre beendet“, sagte Rushdie (75) der „Zeit“ über den Vorfall vor acht Monaten. Damals wurde Rushdie bei einer Lesung im US-Bundesstaat New York von einem Mann angegriffen und schwer verletzt – er ist seitdem auf einem Auge blind (wir berichteten). Rushdies neuer Roman „Victory City“ erscheint am Donnerstag, 20. April, in deutscher Übersetzung.