Digitales Opernglas

von Redaktion

Das Opernglas wird digital: Erstmals tauchen Klassik-Fans in der Düsseldorfer Oper am Rhein bei einer Aufführung mit Augmented-Reality-Brillen (AR) in eine digitale Welt. Die Zuschauer können sich dabei Informationen über Stück, Musik und Solisten digital zuspielen lassen oder auch einen Blick in den Orchestergraben werfen. Start des Pilotprojekts ist an diesem Sonntag bei der Premiere der Oper „Die tote Stadt“ von Korngold.

Bekanntlich wollen auch die Bayreuther Festspiele in diesem Sommer AR-Brillen für die Neuinszenierung von Wagners „Parsifal“ einsetzen. Aus Kostengründen kommen nur rund 300 Festspielgäste in den Genuss der digitalen Erweiterung der Produktion.

In Düsseldorf können je 30 Zuschauer und Zuschauerinnen bei den kommenden sechs Vorstellungen die AR-Brillen ohne Kostenaufschlag mieten. Dabei kann man sich Übertitel in zwei Sprachen (Deutsch und Englisch) zuspielen lassen. Die Oper hofft damit auch auf neue Zuschauerinnen und Zuschauer, die bislang wenig Kontakt zu Klassik hatten. „Unser digitales Opernglas verknüpft Live-Erlebnis und immersive Technologie miteinander, um so einen neuen, niedrigschwelligen Zugang zur analogen Welt des Musiktheaters zu ermöglichen“, sagte Generalintendant Christoph Meyer. Die Brillen werden mit dem Smartphone verbunden. Die Steuerung erfolgt über Kopfbewegungen.  dpa

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