IN KÜRZE

CSU contra Kammerspiele

von Redaktion

Die weiterhin niedrige Auslastung der Münchner Kammerspiele hat die CSU-Fraktion zu einer Anfrage an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) veranlasst. Darin will die CSU unter anderem wissen, welche finanziellen Verluste es durch den Besucherschwund gibt, wie sich das Publikum unter den Intendanzen von Matthias Lilienthal und aktuell Barbara Mundel verändert hat und wie hoch die jährlichen öffentlichen Zuschüsse an vergleichbaren Bühnen in Berlin, Hamburg und Wien sind. Darüber hinaus interessiert die CSU, wie die Besucherzahlen an anderen Spitzenbühnen ausfallen. Die Auslastung bei den Kammerspielen liegt derzeit bei 56 Prozent. „Der Niedergang begann unter dem damaligen Intendanten Lilienthal und setzt sich leider – trotz jährlichem Zuschuss der Landeshauptstadt München von ca. 39 Millionen Euro – unvermindert fort“, begründet Hans Theiss, stellvertretender CSU-Fraktionsvorsitzender, die Anfrage. Und dies vor dem Hintergrund, dass andere Münchner Sprechbühnen nach der Pandemie wieder gute Besucherzahlen vorweisen könnten. All dies sei Ausdruck der Unzufriedenheit des Publikums. „Die Kammerspiele waren einmal das Flaggschiff der deutschen Sprechbühnen und gehen jetzt vor die Hunde. Qualität ist in der Kunst nicht so einfach messbar – die Zuschauerzahlen jedoch schon. Die Bürger stimmen mit den Füßen ab.“ Wie berichtet, hat die Stadt München kürzlich einen „Kammer-Rat“ für das städtische Haus eingesetzt. Dieser soll Intendantin Mundel dabei unterstützen, die Krise in den Griff zu bekommen.

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