„Das hat noch gefehlt“

von Redaktion

Regensburg bekommt ein Staatstheater

Es ist eine Beförderung, die nicht nur einen attraktiven Titel bedeutet, sondern vor allem auch mehr Geld. Das Theater Regensburg wird erwartungsgemäß Bayerisches Staatstheater, das hat sich schon seit einiger Zeit abgezeichnet. Dies bedeutet, dass die freistaatliche Förderung des bisher kommunalen Theaters schrittweise bis auf 50 Prozent erhöht werden soll – was die Stadt Regensburg erheblich entlastet.

Damit setzt der Freistaat seine Politik fort, Kulturinstitutionen auch außerhalb Münchens in seine Obhut zu nehmen. Das Staatstheater Augsburg zählt dazu, das Staatstheater Nürnberg sowie die Bamberger Symphoniker, die den Titel Staatsphilharmonie tragen. Das Mainfranken-Theater Würzburg soll nach seiner Renovierung folgen.

„Wenn man Kultur ernst nimmt und die Räume in Bayern klar sieht, dann hat eindeutig ein Staatstheater in Ostbayern gefehlt“, sagte Ministerpräsident Markus Söder in Regensburg. Er war mit Kunstminister Markus Blume (beide CSU) zu einem Festakt an die Donau gereist. Die Politiker gaben laut Medienberichten in einer Fragerunde allerdings zu, dass sie das Theater Regensburg bislang noch gar nicht besucht hatten.  th

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