Im Fluchen sind die Olchis Weltklasse. „Fauliger Fliegenschleim“ oder „lausiger Wanzenfurz“ sind nur einige der Beschimpfungen, die sich die dreckliebenden Wesen mehr oder weniger freundlich an den Kopf werfen. Ausgedacht hat sich die Geschichten vor rund 30 Jahren der Münchner Autor und Illustrator Erhard Dietl. Am heutigen Montag feiert er seinen 70. Geburtstag (Foto: Peter Kneffel/dpa). Kinder lieben Dietls Geschichten über die lustigen Wesen, die im Müll leben und jede Menge „krötige“ Abenteuer erleben. Dietl stammt aus Regensburg. Er arbeitete für das „Zeit“-Magazin, „Stern“ und „Cosmopolitan“. Seit 1983 illustriert er Kinderbücher. 1990 erschien sein Buch „Die Olchis sind da“, das er zur Reihe erweiterte. Darüber hinaus hat er zwei Kindermusicals geschrieben, 2021 kam ein Kinofilm über die Olchis heraus.
Brasilien hat bei der Eröffnung der 18. Architekturbiennale in Venedig den Goldenen Löwen für den besten nationalen Beitrag erhalten. Der Pavillon des Landes mit dem Titel „Terra“ (Erde) beschäftigt sich mit der Rolle der Vergangenheit für das Verständnis der Zukunft. Den Goldenen Löwen für den besten Teilnehmer erhielt „DAAR“ um Alessandro Petti und Sandi Hilal aus Stockholm und Bethlehem. Nach Ansicht der Fachjury transportierten sie die wichtigsten Themen der diesjährigen Schau. Dekolonisation und Dekarbonisierung stehen in diesem Jahr im Fokus. Bei der wichtigsten Präsentation zur Baukunst weltweit zeigen 89 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern ihre Entwürfe und Ideen. Die Hälfte stammt aus Afrika oder der afrikanischen Diaspora. Die Schau, die bis zum 26. November dauert, hat das Motto „The Laboratory of the Future“ („Das Labor der Zukunft“).
Der britische Schriftsteller Martin Amis ist tot. Der Autor von Romanen wie „Gierig“, „London Fields“ oder „Die schwangere Witwe“ starb am Freitag im Alter von 73 Jahren. Als Todesursache nannte die„New York Times“ unter Berufung auf seine Witwe, US-Autorin Isabel Fonseca, Amis habe an Speiseröhrenkrebs gelitten. Der Autor von 14 Romanen und mehreren Sachbüchern galt als einer der bedeutendsten britischen Schriftsteller der Gegenwart. Mit James Fenton, Salman Rushdie und Ian McEwan gehörte Amis zu einem Kreis, der die britische Literaturszene belebte. Er feierte seinen Durchbruch mit dem Roman „Das Rachel-Tagebuch“ (1973). 2015 erschien in Deutschland sein Roman „Interessengebiet“. Amis schildert den Versuch einer Affäre in Auschwitz. Das Buch verursachte Kontroversen.