Salzburger Pavillon

von Redaktion

Milliardär ermöglicht Festspiel-Neubau

Der deutsch-schweizerische Milliardär Hans-Peter Wild hat bis zu zwölf Millionen Euro für den Bau eines neuen Festspielzentrums im Zentrum Salzburgs zugesagt. Der aus Heidelberg stammende Besitzer der Getränkemarke Capri Sun und die Leitung der Salzburger Festspiele gaben die Spende gerade bekannt. Mit dem von einem Glaspavillon dominierten Bau soll das wichtigste österreichische Opern- und Theaterfestival erstmals eine eigene Begegnungszone für Empfänge, Diskussionen und Lesungen erhalten.

„Es war klar, dass wir dieses Projekt nicht aus den laufenden Budgets finanzieren können“, sagte Festspiel-Präsidentin Kristina Hammer. Deshalb seien internationale Mäzene gesucht worden. Der langjährige Festspielbesucher Wild erzählte, dass es nicht schwer war, ihn zu überzeugen. Den Architekten sei ein wirklich guter Wurf gelungen, „also habe ich gesagt, das ist eine gute Sache, was soll es kosten?“, sagte der 81-jährige Unternehmer.

„Mit der bisher größten Zuwendung eines privaten Mäzens in der Geschichte der Salzburger Festspiele werden wir einen neuen und lebendigen Begegnungsraum mitten im historischen Herzen unserer Stadt schaffen“, kündigte Präsidentin Hammer an. „Einen Platz, auf dem ein lichter Pavillon das ganze Jahr über einen Blick ins Innerste der Festspiele ermöglicht und wo sich Alltag und Kunst auf ganz natürliche Weise verbinden.“

Die Baugenehmigung liegt bereits vor. Baubeginn für den Pavillon auf dem Herbert-von-Karajan-Platz soll im Herbst 2024 sein. Damit wird das Areal des dortigen „Schüttkastens“ erheblich aufgewertet. Die Eröffnung ist dann für spätestens 2026 geplant.  mm

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