Ey! So geht die neue Platte von Peter Fox los. Nach fast 15 Jahren Absenz gleich mal ne Ansage zu gechilltem Dancehall. In „Auge blau“ holt er uns da ab, wo wir sind in diesen Krisenzeiten: „tendenziell überfordert, Liebe im Bauch, aber Stress im Gepäck.“ Wo war der Berliner denn die ganze Zeit seit „Stadtaffe“, der letzten LP mit dem Hit „Haus am See“? „Family-Mann, keine Zeit, liefer ab, trag ne Beißschiene nachts“, singt er, also wohl auch viel um die Ohren gehabt. Jetzt aber „Love Songs“ in soulig-coolem Wattesound. „Kein Regen in Dubai“ zitiert „Girl from Ipanema“, „Disney“ beschreibt das Gefühl des Frischverliebtseins. Jetzt merkt man erst, wie sehr man Fox vermisst hat. Keiner macht Musik, zu der sich so gut Wolkenfetzen am Sommerhimmel betrachten lassen. In „Toscana Fanboys“ knurrt sogar Adriano Celentano. Eskapismus? Vielleicht. Aber auch ein Statement. Gegen Depression, für Optimismus. Die City lebt, die Zukunft ist pink, mein Kind. Ein so tolles wie therapeutisches Album. lö
Hervorragend (((((