Vielleicht war dies seine musikalisch glücklichste Zeit: Dank der Mannheimer Hofkapelle, dem wohl besten Orchester damals, schrieb Mozart unter anderem mit dem „Idomeneo“ seine avanciertesten bis wildesten Stücke. Diese CD dokumentiert, dass Wolfgang Amadé kein Meteorit war, der in der Musikwelt einschlug. Das Freiburger Barockorchester, noch immer eine der besten Alte-Musik-Truppen, widmet sich den „Mannheimer“ Komponisten, darunter mit Christian Cannabich dem wichtigsten Vertreter dieser Schule. Seine 55. Symphonie wurde vorher noch nie eingespielt – angesichts dieser prachtvollen, selbstbewussten Partitur eine Sünde. Man muss das Opus allerdings so farbsatt und lustvoll spielen wie die Freiburger. Dazu gibt’s unter anderem ein exquisites Sextett von Karl Joseph Toeschi, ein wunderfeines Violinkonzert von Christian Danner – und natürlich Mozart. th