Freudentränen

von Redaktion

Leony aus der Oberpfalz bezaubert im ausverkauften Ampere

Weinen und Singen, das beißt sich. Leony macht diese Erfahrung bei ihrem kuschligen Konzert im Ampere gleich mehrere Male. Besonders arg ist es, als sie gegen Ende ihre Eltern auf die Bühne holt. Sich in breitestem Oberpfälzer Dialekt bei den beiden bedankt, unter dem Jubel von Fans, Freunden und Familie. Und dann doch ohne größere Mühe zurück zu ihrer weichen, warmen Stimme findet. Bezaubernd!

Es ist die erste Tour der 25-Jährigen aus Chammünster, die einen Radiohit nach dem anderen abliefert und dem einen oder anderen als Jurorin bei „Deutschland sucht den Superstar“ ein Begriff sein dürfte. Und ein Heimspiel, natürlich. München, Oberpfalz, Hauptsache Bayern! „Mich wundert nur, dass wir ausgerechnet hier die kleinste Venue gewählt haben“, sagt Leony. Und ist zuversichtlich: „Dafür werdet Ihr am lautesten mitsingen.“

Recht hat sie! Als wäre die halbe Oberpfalz angereist, singt ein großer Fanchor jedes Lied mit. Leony macht gefälligen Pop, sie glänzt aber auch als Songwriterin. Und neben ihren eigenen Liedern von „Crazy Love“ bis „Remedy“ spielt sie die „Babys“, an denen sie mitgewirkt hat. Für Tokio Hotel oder Tom Gregory, „White Lies“ und „Never let me down“. Und lässt die Zuhörer an ihren Lieblingsliedern teilhaben, mit einem Medley von Totos „Africa“ bis Sias „Titanium“.

Das Schöne an Konzerten in kleinen Clubs ist ja, dass sie die Künstler nahbar machen. Vor allem für die vielen jungen Fans, die an diesem Pfingstmontag im gesteckt vollen Ampere zusammen mit ihren Eltern ihr Idol hautnah erleben. Leony macht das hervorragend: Der Gesang ist makellos, die Band gut eingespielt, Licht, Ton und Tanzeinlagen passen perfekt. Und der Auftritt ist grundsympathisch, sie lacht ungekünstelt und weiß wie ihre Songs zu gefallen. Ja, es gab einige emotionale Momente und ein paar Tränen. Das Gute ist: Es waren Freudentränen. KATHRIN BRACK

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