Partys mit Fans wird es nach den vier Rammstein-Konzerten, die in dieser Woche im Münchner Olympiastadion stattfinden, nicht geben. Wie berichtet, wird auch die Row Zero abgeschafft – jener Bereich direkt vor der Bühne, in den junge Frauen eingeladen wurden, die im Anschluss bei Partys mit der Band auch sexuell mit Till Lindemann zusammengekommen sein sollen – wie freiwillig das je geschah, wird nun heftig diskutiert.
Neue Nahrung erhalten die Vorwürfe aktuell durch ein Video der deutschen Youtuberin Kayla Shyx – es wird gerade im Netz zigtausendfach geteilt. Darin erzählt die 21-Jährige von den Erfahrungen Betroffener und ihren eigenen. Sie bestätigt, dass auf den Konzerten junge Frauen ausgesucht würden, die dann für Geschlechtsverkehr mit Lindemann zur Verfügung stehen sollten. Sie habe auch Kontakt zu der Irin Shelby gehabt, jener jungen Frau, die nach dem Konzert in Litauen als Erste öffentlich von Übergriffen berichtete hatte. Vieles sei auch bei ihr durch Shelbys Schilderungen wieder „hochgekommen“, sagt Shyx, Sie habe am 4. Juni 2022 mit einer Freundin ein Rammstein-Konzert in Berlin besucht und sei in der Halbzeit von der russischen Mitarbeiterin Alena M. angesprochen worden, ob sie mit zur Aftershow-Party wolle – sie würde dort Till Lindemann treffen. Sie habe zugestimmt, doch sei sie mit anderen Frauen nicht zur offiziellen Party gegangen, sondern von M. in einen separaten Raum geführt worden. „Die ganze Atmosphäre war seltsam.“ Dort habe Shyx von einer anderen Frau erfahren, dass sich Lindemann wohl schon während des Konzerts von einem zuvor ausgesuchten Mädchen unter der Bühne hatte befriedigen lassen. Sie, Shyx, sei nach diesen Information sofort gegangen. Zu keinem Zeitpunkt, stellt sie noch fest, habe sie gewusst, dass es bei den Partys um Sex gehen sollte. Bleibt die Frage, warum bei all den Vorwürfen noch nicht ermittelt wird. Auf Nachfrage bei der Münchner Staatsanwaltschaft hieß es am Dienstag, man wisse von dem Video auf Youtube. Allerdings, so Oberstaatsanwältin Anne Leiding, gebe es bislang „keinen Anhaltspunkt für eine Straftat“. Es fehle der Anfangsverdacht. kjk, kba, mc