England gilt ja als Mutterland des Pop. Zuletzt hat es sich aber eher zum Rabenmutterland entwickelt. Denn vor lauter Hip-Hop und Dance-Beats kommt kaum mehr klassischer Pop von der Insel, der gute Laune macht und der im Autoradio eine Mitsing-Garantie bietet. Gut, dass es Sophie Ellis-Bextor gibt. Sie ist seit ihren ersten Hits „Groovejet“ und „Murder on the Dancefloor“ (beide 2001) Englands Pop-Prinzessin mit hinreißendem Londoner Upper-Class-Akzent. Darauf ändert sich auch auf ihrem höchst charmanten und Japan-inspirierten neuem Album „Hana“ nichts. Die schöne Sophie, die mit 44 Jahren Mutter von fünf Söhnen ist, wechselt lässig zwischen perfekten Ohrwürmern („Breaking the Circle“), Sixties-Anleihen („He’s a Dreamer“) und zarten Balladen („Tokyo“). Von so famosen Songs können Helene oder Lena in Deutschland leider nur träumen. Dank Mama Sophie wird’s doch noch was mit dem Pop-Mutterland. jh