Neben der Neuproduktion des „Parsifal“, die am 25. Juli Premiere hat (siehe links), sind eine Reihe von Wiederaufnahmen im Angebot. „Der Ring des Nibelungen“ in der umstrittenen Regie von Valentin Schwarz läuft im zweiten Jahr. Nun steht endlich Pietari Inkinen am Pult, der 2022 wegen Corona passen musste. „Tristan und Isolde“ in der Inszenierung von Roland Schwab wurde ebenfalls ein zweites Mal angesetzt, Markus Poschner dirigiert erneut. Dazu gibt es den „Fliegenden Holländer“ (Dirigentin: Oksana Lyniv, Regie: Dmitri Tcherniakov), nach der Absage von John Lundgren übernimmt Michael Volle die Titelpartie. Letztmals ist der gefeierte „Tannhäuser“ in der Regie von Tobias Kratzer auf dem Programm, erstmals dirigiert von Bayreuth-Debütantin Nathalie Stutzmann. Auch hier musste übrigens der Titelheld ausgetauscht werden: Wegen einer Erkrankung von Stephen Gould übernimmt Klaus Florian Vogt.
Erstmals wurde 2022 ein „Festspiel Open Air“ veranstaltet. Auch heuer gibt es wieder zwei Konzerte im Park unterhalb des Festspielhauses – in zwangloser Picknick-Atmosphäre und gratis. Die erste Freiluft-Aktion ist am Tag vor der „Parsifal“-Premiere, also am 24. Juli. Zweiter Termin ist der 2. August. Markus Poschner dirigiert das Festspielorchester, es singen Daniela Köhler, Magnus Vigilius und Olafur Sigurdarson.
Tatsächlich werden immer wieder Karten zurückgegeben und sofort ins Online-System eingebucht. Daher empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick auf die Webseite unter www.bayreuther-festspiele.de/ticket-service.
„Wagner im Kino“ ist eine weitere, relativ neue Bayreuther Tradition. Die Premiere des „Parsifal“ wird am 25. Juli ab 18 Uhr zeitversetzt in ausgewählte Kinos übertragen. Eine Liste und nähere Informationen unter wagner-im-kino.de. Die „Parsifal“-Premiere ist auch als Live-Stream unter br-klassik.de zu erleben, dies schon ab 16 Uhr. Das Hörfunk-Programm von BR Klassik sendet überdies alle Wiederaufnahmen: „Das Rheingold“ (26.7.), „Die Walküre“ (27.7.), „Tannhäuser“ (28.7.) „Siegfried“ (29.7.), „Götterdämmerung“ (31.7.) und „Der fliegende Holländer“ (1.8.).
Natürlich! Das beweisen die Festspiele seit Jahren mit der „Kinderoper“ auf der Probebühne. In diesem Jahr steht dasselbe Stück wie nebenan im Festspielhaus auf dem Programm: „Parsifal“, und dies eingedampft auf eine gute Stunde. Insgesamt wurden zehn Aufführungen angesetzt.