Das warme Knistern einer Schallplatte, das Verfechter digitaler Musikwiedergabe gern als größtes Manko des vermeintlich antiquierten Mediums ins Feld führen, ist eine passende Ouvertüre für dieses feine Album. Es geht über in sanfte Percussion, anschwellende Geigen und unter im warmen, vollen und umfassenden Klang eines Flügels. Was dann, eine gute Stunde und zehn Stücke lang, folgt, ist eine einzige musikalische Umarmung, die herzlicher nicht sein könnte. Ob das, was Penguin Café auf ihrem vierten Album seit dem Tod des Penguin-Café-Orchestra-Masterminds Simon Jeffes unter der Leitung seines Sohnes Arthur zu Gehör bringen, nun moderne Kammermusik ist, Jazz, eine Form von Klassik oder letztlich New Age im Stil von Yann Tiersen, Nils Frahm oder Go Go Penguin – geschenkt. Dieses grundpositive Werk gehört auf
den Plattenteller eines jeden Genießers, der sich an instrumentaler und atmosphärischer Musik erfreut. cu