Ein geheimnisvolles Schloss, ein Treffen von einander unbekannten Personen und dann segnet eine nach der anderen das Zeitliche. Die Konstellation erinnert an Agatha Christie, ist aber die französische Antwort auf die deutschen Edgar-Wallace-Filme. Georges Lautner drehte „Das schwarze Monokel“ 1961 in edlem Schwarz-Weiß mit Liebe zum Detail: schwarz behandschuhte Hand umklammert Revolvergriff, ein Schlüsselloch gestattet einen voyeuristischen Blick auf ein unbekleidetes Mädchen, verdeckt aber die entscheidenden Stellen, lange Beine im Minirock schreiten die Treppe hinunter und an ihrer Seite schwingt ein Fleischermesser. Dazu kommt ein gewaltiger Schuss schwarzer Humor, der die abstruse Agentengeschichte (die in Frankreich zwei Fortsetzungen erfuhr) zur Parodie ummünzt. Lautner setzt auf Bilder. Dialoge sind sparsam, aber im Original sehr musikalisch. Ideal zum Französischlernen. hilo