IN KÜRZE

Trauer um Tom Wilkinson Blumes Erwartungen an Katharina Wagner Streaming-Rekord an Heiligabend documenta-Chef für kritische Kunst

von Redaktion

Der britische Schauspieler Tom Wilkinson ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Er war unter anderem für seine Rolle als Tanztrainer für strippende Ex-Stahlarbeiter im Film „Ganz oder gar nicht“ (1997) bekannt – die Produktion erhielt einen Oscar. Für seine Rolle als US-Politiker Benjamin Franklin in der Serie „John Adams“ erhielt er 2008 einen Emmy und 2009 den Golden Globe. Weitere wichtige Arbeiten seiner Karriere waren „Sinn und Sinnlichkeit“ (1995), „The Grand Budapest Hotel“ (2014) von Wes Anderson und „The best Exotic Marigold Hotel“ von 2011.

Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) fordert von Katharina Wagner ein überzeugendes Konzept für die Bayreuther Festspiele. „Ich erwarte Exzellenz, ein mutiges Konzept und eine klare Vision für den Grünen Hügel.“ 2024 entscheidet sich, ob der Vertrag von Richard Wagners Urenkelin als Intendantin über 2025 hinaus verlängert wird. Nach Angaben von Georg von Waldenfels, Verwaltungsratschef der Festspiele, soll Wagner ein Konzept für die Zeit nach 2026 vorlegen, auf dessen Grundlage entschieden werden soll. Sie selbst hatte eine weitere Amtszeit an strukturelle Reformen geknüpft.

Nie zuvor wurde in Deutschland an einem Tag so viel Musik gestreamt wie an Heiligabend 2023. Nach Angaben der Marktforscher von GfK Entertainment gab es am 24. Dezember fast 830 Millionen Abrufe. 2022 rund 802 Millionen Streams am 24. Dezember gezählt.

Die documenta in Kassel steht vor großen Herausforderungen. „Unser Ziel muss es sein, zu zeigen, dass es in Deutschland weiterhin möglich ist, kritische Kunst zu präsentieren“, sagte Geschäftsführer Andreas Hoffmann. „Wir müssen die Kunstfreiheit sicherstellen und gleichzeitig klar machen, dass die documenta in einem Land mit Geschichte stattfindet – in dem Land, das die Shoah erfunden hat.“ Mit Blick auf die kommende documenta betonte er: „Es darf und wird keine Vorabprüfung der Kunst durch die Geschäftsführung oder Gremien geben. Bei Beiträgen, die sich als antisemitisch herausstellen oder andere Inhalte zeigen, die in den Bereich der gruppenspezifischen Menschlichkeit weisen, haben wir aber die Möglichkeit des Dialogs, der Kontextualisierung und – aber das nur im Rahmen der strafrechtlichen Relevanz – Werke im Extremfall auch gegen den Willen der Künstlerischen Leitung aus der Ausstellung zu nehmen.“ Die 16. Ausgabe der Schau soll 2027 stattfinden.

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