Es sind die Visionen der berühmten Maler und Bildhauer, die Kunstfertigkeit der Bauherren und Architekten, die Rom in die Ewige Stadt verwandelt haben. Von der Gründung der Stadt im Jahre 753 v. Chr. bis in die Gegenwart. Für Manfred Lütz, den Bestsellerautor und Psychiater, ist Rom noch mehr: Er entdeckt in der atemberaubenden Kunst dieser einzigartigen Weltstadt den Sinn des Lebens.
Was bleibt, wenn die derzeitigen Krisen die Welt aus den Angeln heben und sich sogar die Kirchen durch ihre Skandale derzeit selbst zerlegen? Eine Frage, die einen Therapeuten umtreiben muss – erst recht, wenn er wie Lütz in der katholischen Kirche, im Glauben, seinen Anker im Leben gefunden hatte.
Unangefochten in ihrer Schönheit, ihrer Aussagekraft und ihrer Unendlichkeit deuten die Pietà von Michelangelo im Petersdom, die atemberaubende Kuppel von St. Peter, das Pantheon oder das Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle auch über alle Zeiten hinweg über das irdische Dasein hinaus.
Lütz, der selbst zwei Jahre in Rom gelebt hat, nimmt in seinem neuen Buch die Leser mit auf eine intensive Reise zu den Wundern Roms. Er entfaltet die Historie, ermöglicht Blicke hinter die Kulissen, garniert mit wunderbaren Details und Petitessen aus Kunst- und Kirchengeschichte.
Den Sinn des Lebens kann man nicht wissen – aber sehen, will Lütz seinem Leser vermitteln. In der Kunst begegnet dem Betrachter die Ewigkeit. „Ob wir diesem tiefen Gefühl von Ewigkeit, das uns im Kunsterlebnis ergreifen kann, Wirklichkeit zutrauen“, könne jeder Mensch im Laufe seines Lebens beantworten. Manfred Lütz bietet sich als Weggefährte, Kunst- und Glaubenserklärer an.
Manfred Lütz:
„Der Sinn des Lebens“.
Kösel Verlag, München,
368 Seiten; 30 Euro.