BUCH Wie ein Fliegenfischer

von Redaktion

Lesenswert

Es ist 1978 und Hans und Katrin bekommen ein Kind, das noch im Krankenhaus stirbt. Katrin zweifelt am Tod, doch Hans sträubt sich, dem nachzugehen, woran ihre Beziehung zerbricht. Er zieht sich zurück an den Fluss seiner Kindheit und reflektiert sein Leben. Die Frage, was wirklich mit seinem Sohn passiert ist, verdrängt er – bis er mit der Wahrheit konfrontiert wird. Matthias Jügler erzählt von Verlust, Verdrängung und vorgetäuschten Kindstoden in der DDR. Seine eindrucksvollen Sprachbilder lassen einen die Schuld auf dem Herzen und die vertraute Hand auf der Schulter spüren. Er schreibt bestimmt, aber überraschend und mit dem Feingefühl eines Fliegenfischers. Jügler stellt sein Buch heute bei den Münchner „Wortspielen“ in der Muffathalle vor.  lefi

Artikel 1 von 11