Das Mainzer Gutenberg-Museum digitalisiert seine beiden historischen Bibeln. Die Bücher seien frühe Zeugnisse und Wegbereiter für ein neues Medienzeitalter, sagte Direktor Ulf Sölter. „Wir tragen die Verantwortung, das Erbe Johannes Gutenbergs auch für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.“ Zwei von weltweit insgesamt 49 erhaltenen Gutenberg-Bibeln sind in Mainz. Sie werden seit ihrem Zugang in die Sammlung in den Jahren 1925 und 1978 dauerhaft präsentiert, bislang konnten sie nur in der Schatzkammer des Museums angesehen werden: in einem begehbaren Tresor. Mit dem geplanten Umzug des Museums in einen Neubau gehe auch der grundlegende Wandel von einem analogen Haus in ein digitales einher, erklärte der Direktor.
Das Museum, das sich vor allem dem Erfinder des Drucks mit beweglichen Lettern, Johannes Gutenberg, widmet, zieht am 19. Mai aus seinem Gebäude am Mainzer Dom aus und wird vorübergehend im Naturhistorischen Museum in der Landeshauptstadt unterkommen. Am eigentlichen Standort ist ein Neubau geplant. Am 21. Juni wird das Museum in seinem Interimsquartier wieder öffnen. Dann sollen bereits digitale Daten im Onlineportal der Johannes-Gutenberg-Universität eingepflegt werden, kündigte Ulf Sölter an. dpa