Asterix und Obelix im neuen Gewand

von Redaktion

Heute startet die hochwertige Gesamtausgabe, die bis 2028 fertig sein soll

Band 1 der „Omnibus“-Edition umfasst „Asterix“-Folgen aus den Jahren 1961 bis 1963. © Ehapa

Wer sein Latinum bei René Goscinny und Albert Uderzo gemacht hat, weiß, dass „Omnibus“ ursprünglich nichts mit Busfahren und ÖPNV zu tun hat. Vielmehr bedeutet es „für alle“. Das wusste schon Legionär Gutzufus, der in „Asterix und die Normannen“ sinnierte: „Sol lucet omnibus“ – „Die Sonne scheint für alle“. Nun kommt das Wörtchen wieder zu Ehren, mit der neuen Gesamtausgabe „Asterix Edition Omnibus“, die heute startet.

Alle sechs Monate erscheint ein Band

Motto des Berliner Egmont-Verlags: Alle klassischen Alben, neu zusammengestellt für alle alten und neuen Fans. Ab sofort erscheint alle sechs Monate in chronologischer Reihenfolge der französischen Originale ein neuer Sammelband mit jeweils drei Heften. Den Anfang macht heute für 45 Euro Omnibus-Band I mit „Asterix der Gallier“, „Die goldene Sichel“ und „Asterix und die Goten“ aus den Jahren 1961 bis 1963. Neben den Original-Alben (mit leider sehr modernen Titelseiten) gibt es jede Menge Bonusmaterial zu entdecken.

Zu sehen ist unter anderem die allererste von Uderzo mit Tusche gezeichnete Originalseite aus dem „Gallier“ – und die gleiche Seite koloriert aus dem Magazin „Pilote“ von 1959 mit einem erstaunlich semmelblonden Asterix. Leserinnen und Leser können über die Entwicklung vom beinahe schlanken Obelix zum beleibten Hinkelstein-Mogul staunen. Und sie erfahren, wie Texter René Goscinny seinem Freund Albert Uderzo haargenau aufschrieb, wie er sich Szenen ausmalt: „Asterix wühlt in den Körpern herum, als handele es sich um den Schlussverkauf in einem Kaufhaus.“ Asterix-Spezialisten kennen einiges davon längst, die meisten dürften aber viel Neues entdecken. Bis die acht Bände mit den 24 klassischen Abenteuern der Goscinny/Uderzo-Ära komplett sind, dauert es nach aktueller Planung bis Frühjahr 2028.

Wer textet die Nummern 41 und 42?

Bis zu diesem Zeitpunkt sollen also die hochwertig gebundenen Omnibus-Editionen die bisherigen Sammelalben aus Leder komplett ablösen. Und bis dahin dürften jeweils im Herbst 2025 und 2027 die neuen Asterix-Bände 41 und 42 erscheinen. Ob wieder Jean-Yves Ferri textet, oder Newcomer Fabcaro, der zuletzt mit der „Weißen Iris“ begeistert hat, ist momentan noch Galliens bestgehütetes Geheimnis.
JÖRG HEINRICH

Asterix Edition Omnibus I, 1961 bis 1963.

Egmont Comic Collection, 192 Seiten; 45 Euro.

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